Erlebniswelt Handwerk

In Dörfern werden ländliche Produkte zum Teil in Getreidemühlen, Molkereien oder Meiereien und Schnapsbrennereien verarbeitet.

Eine besondere Wirtschaftsform sind die Dorfkrüge. Sie wurden in Gutsbezirken in Pacht gegeben.
Auch unabhängig von der Landwirtschaft waren die Binnenfischer.

Während Fischer und Müller Eigenständigkeit besaßen und Mühlen- und Fangrechte vom Landesherren oder der Regierung erhielten, waren die anderen Betriebe oft im Eigentum oder in Eigentümergemeinschaften der Landwirte.

Ein besonderer Betriebszweig der Gutswirtschaft war die Forstwirtschaft, die teilweise zum Einsatz von Sägegattern führte, und der Torfabbau.

Eine Mischung von Haupt- und Nebengewerbe bildeten die Schmiede, Schlosser, Seiler und Stellmacher auf dem Dorf. Oft waren sie direkt auf dem Gut in Lohn. Sie reparierten Geräte und Maschinen und fertigten Hufeisen, Nägel, Zäune, Wagenräder, Deichseln und Seile oft in hoher Qualität.

Eine Sonderrolle spielte die Imkerei als Nebengewerbe.

Im 20. Jh. wuchs durch die Technik auch die Qualifikation der Arbeiter. Seit Mitte des 20. Jh. arbeiteten in allen landwirtschaftlichen Großbetrieben Agraringenieure.

Ausschließlich in Heimarbeit wurde besonders im Winter Wolle und Flachs gesponnen und verwebt oder Körbe und Kiepen aus Weidenruten geflochten.
 powered by INSECIA | ECM